Eltern für Kinder e.V.

Staatlich anerkannte Adoptionsvermittlungsstelle

Sri Lanka

Die Kinder besuchten die Baustelle.
Die Kinder besuchten die Baustelle.

von Karen Steiner (Länderbeauftragte Sri Lanka)
und Tess Steiner (Projektbeauftragte Nana Piyasa)

Kinder in Sri Lanka

Kinder in Sri Lanka haben nicht, wie in Haiti, mit dem reinen Überleben und der steigenden HIV-Infektionsrate zu kämpfen, sondern zum größten Teil mit mangelnder Bildung. Auch wenn in Sri Lanka eine Schulpflicht besteht, werden viele der armen Kinder von ihren Eltern lieber zum betteln und zum arbeiten, als in die Schule geschickt.

Um das öffentliche Schulwesen steht es im Allgemeinen nicht gut. Es sind bis zu 60 Kinder in einer Klasse, die Lehrer werden schlecht bezahlt und die Lehrinhalte sind teilweise veraltet. Schulpflicht besteht nur 5 Jahre lang und nur dort werden die Schuluniformen gestellt. Wer es sich später nicht leisten kann, seinen Kindern Schuluniformen zu kaufen, kann sie auch nicht weiter auf die Schule schicken.

Wenige Schüler besuchen die Junior Secondary School die von Klasse 6-9 an die Primary School anschließt. Die Senior Secondary School von Klasse 10-11 wird nur selten besucht und auch dort gilt wie für alle Schulen: um einen qualifizierten Schulabschluss zu erlangen sind die Kinder auf zusätzlichen Förderunterricht angewiesen.

Die meisten Kinder gehen ohne Fremdsprachenkenntnisse aus der Schule. Aber nur, wer Englisch beherrscht, kann in Sri Lanka seinen Lebensunterhalt im Hotel, Marketing, in der Tourismusindustrie oder bei ausländischen Firmen verdienen.

Viele Kinder leiden unter dem seit vielen Jahren andauernden Bürgerkrieg und der dadurch immer mehr zunehmenden Armut. Der Preisindex ist seit 2001 um 60% gestiegen und Preise werden in Sri Lanka noch in vielen Bereichen staatlich festgelegt – was nicht gerade ein Zeichen für eine funktionierende Marktwirtschaft ist.

Um den Kindern ein bisschen mehr Lebensfreude zu geben, haben wir in den letzten Jahren in den Kinderheimen von Ratnapura und Kandy einen Spielplatz erbaut. Das Amila Kinderheim in Meegelawa und auch das Heim der Salvation Army haben wir mit Solarzellen ausgestattet, damit die regelmäßige Stromversorgung gesichert ist.

Das Projekt Nana Piyasa

Im Frühjahr 2005, direkt nach dem Tsunami, haben wir unsere Ergänzungsschule Nana Piyasa (Haus der Bildung) gegründet. Ziel war es, betroffenen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.

Mit Hilfe von Patenschaften und Einzelspenden bekommen derzeit 25 Kinder jeden Nachmittag Zusatzunterricht und auch eine warme Mahlzeit. Wir sorgen für die Schuluniformen, ohne die unsere Kinder nicht am Vormittag die Regelschule besuchen könnten.

Genauso sorgen wir für alle Unterrichtsmaterialien und kümmern uns um die medizinische Versorgung, wenn es von Nöten ist. Den Eltern unserer Kinder ist somit die Sorge genommen, das Geld für die Schuluniformen aufzubringen und für das Unterrichtsmaterial zu sorgen.

Qualifizierte Lehrer unterrichten die wichtigsten Fächer: Mathematik, Sihnhala, Naturwissenschaften und Englisch. Wobei wir sehr viel Wert auf den Englischunterricht legen, denn ohne dieses Wissen haben die Kinder nur sehr schlechte Aussichten auf eine gute Berufsausbildung. 

Bereits vier unserer Kinder haben den O-level erreicht. Zwei davon befinden sich auf dem Weg zum „Abitur“. Gerade haben weiter vier an der Prüfung teilgenommen und wir haben allen die Daumen zu gutem Gelingen gedrückt. 

Auswahl der Kinder
Pater Ranjith Madurawela, der mittlerweile in der Diözese in Colombo tätig ist, hat uns von Anfang die ärmsten Kinder seiner Gemeinde vorgeschlagen. So ist gewährleistet, dass die Schule nur Kindern zur Verfügung steht, deren Eltern sich keinen Zusatzunterricht und keine Schuluniformen leisten können.

Lehrer und Personal der Schule
Wir beschäftigen nur qualifizierte, einheimische Lehrerinnen welche die Kinder in allen prüfungsrelevanten Fächern und in Englisch unterrichten und eine freundliche Singhalesin, die für das leibliche Wohl der Kinder sowie für das Gebäude sorgt.

Neubau unseres Schulhauses
Seit einiger Zeit ist unser Mietvertrag ausgelaufen. Trotz monatelanger Suche ist es uns nicht gelungen ein vergleichbares Haus anzumieten, da es an Angulana nur sehr wenige aus Stein gebaute Häuser neben all den Fischerhütten gibt.

Dank der großzügigen Spende der Sozialstiftung Rutesheim, die uns in den letzten 4 Jahren jeweils  10.000,-- Euro für die Schule zur Verfügung gestellt hat, ist es uns im Jahr 2009 gelungen ein Grundstück zu kaufen und bereits die Baupläne für das Gebäude zu erstellen.

Im Jahr 2009 konnten wir auch die Baugenehmigungen einholen, so dass mit dem Rohbau bereits begonnen werden konnte.

Die Paten
Wir suchen dringend weitere Paten, damit wir unserer Schule eine solide finanzielle Basis bieten können und somit die schulische Ausbildung unserer Kinder gesichert ist.

Genauso wie auf Paten sind wir auch auf Einzelspenden angewiesen um die Kosten des Neubaus und den Erhalt der Schule zu sichern und unsere weiteren Pläne in die Tat umzusetzen.

Wir brauchen Ihre Hilfe, um den Kindern in Sri Lanka eine bessere Ausbildung und somit eine Zukunft für ihr Leben zu geben.

Vielen Dank an alle, die Interesse an Nana Piyasa zeigen!

Alle Informationen zu Spenden finden Sie hier.