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Reiseführer | Peru
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![]() | Reise durch einen einsamen Kontinent: Unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chilevon Andreas Altmann 4_0 von 5 Sternen Produktinformationen
EUR 8,95 |
Produktbeschreibung
Kurzbeschreibung
„Wenn es einen deutschen Reiseschriftsteller vom Kaliber eines Bruce Chatwin gibt, ist dies Andreas Altmann“ (Die Welt) Ob Señora Botero de Mejía, eine Greisin, die durch die Straßen von Bogota zieht und Nahrungsmittel an die Ärmsten verteilt, ob der Schuhputer Xavier in Ecuador, der sich für die Geheimnisse der Sprache interessiert, ob eifersüchtige Rentner oder strenggläubige 16-jährige Mütter: Andreas Altmann destilliert aus ihren Lebensgeschichten ein unsentimentales Porträt des heutigen Südamerika und zeigt, dass Gier und Zerstörung nur eine Handbreit von Barmherzigkeit und Liebe entfernt sind. „Reise durch einen einsamen Kontinent“ wurde mit dem REISEBUCH-PREIS 2008 ausgezeichnet.
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Die hilfreichsten Amazon Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen
Die Wahrheit kann nicht nur schön sein,
Reiseschriftsteller können nicht in Lobpreisungen schwelgen. Im Gegenteil: Jede Reise mehr nimmt die Utopie. Das Leben ist hart, viele Menschen sind unerbittlich, kaum herrscht Glück und Lebensfreude. Vielmehr siegt das Elend, siegt die Kälte.
Wer also reist, darf sich und den Menschen, die davon später lesen sollen, nichts vormachen. Andreas Altmann ist ehrlich, manchmal herb, auch zynisch, auch verloren. Das hat einen gewissen Reiz. Man selber braucht sich den Reisen nicht zu unterziehen, die man so schön zuhause in der Ordnung lesen kann. Er muss in miese Absteigen, auf gefährlichen Straßen gehen, sich auch den Schüssen echter Waffen entziehen. Er hat es mit Gewalt und Schrecken zu tun, wir aber lesen nur davon. Ich habe das Buch von Altmann gern gelesen, weil mich der Inhalt fasziniert hat. Doch dieses "gern" ist nicht schön. Nein, nein, es ist das Leben in seiner dunklen Seite. Ein Leben, dass die Anmut so schnell verliert. Wir kann man auf dieses Südamerika regieren? Wie? Eine Antwort erfährt der Leser nicht, aber er kann die Welt wieder ein bisschen besser einschätzen. Und er weiß, dass es bisweilen besser ist, die Welt Welt sein zu lassen, und sich dann zu "verstecken", wo sie wenigstens halbwegs erträglich ist. Südamerika hat es schwer, zumindest diese Länder, die Altmann beschreibt. Sie brauchen unsere Solidarität, aber kein Mitleid. Nur die weise Zuwendung von gebildeten Menschen. Gebildet, u.a. dank Altmann.
5.0 von 5 Sternen
Der etwas andere Blickwinkel......,
Ich habe in letzter Zeit sehr viele Reisebücher über Südamerika gelesen da ich eine Reise dorthin plane. Viele der Bücher sind gut jedoch sind sie im Wesen alle ähnlich.
Andreas Altmans Art zu schreiben ist jedoch anders. Er beschreibt keine grossartigen Sehenswürdigkeiten, es sind die vielen kleinen Alltagsgeschichten die einen anderen Betrachtungswinkel auf die bereisten Städte und Länder erlauben. Sehr empfehlenswerte und unterhaltsame Lektüre.
2.0 von 5 Sternen
Wer andere Leute Idioten nennt ist meist selbst einer,
Interessant wie Herr Altmann es schafft, einmal um den halben Globus zu reisen, und dann doch nur ein Buch über sich selbst abzuliefern. Und dieses Selbstportrait ist nicht mal sonderlich facettenreich: Huh, ich bin so schlau und belesen (die Südamerikaner nicht), huh, ich trau mich was und geh auch in die Viertel wo die bösen Jungs wohnen (und hab's voll überlebt, war aber schon auch irgendwie krass), huh, ich kann so gut Spanisch daß ich euch Lesern das gar nicht alles übersetzen muss (wenn ihr nicht so genial seid wie ich, müsst ihr halt in die Volkshochschule, obwohl das ja voll uncool ist), huh, wenn ich Elke Heidenreich zitiere kann ich gleich mal total aus dem Zusammenhang gerissen erwähnen daß sie ein Buch von mir besprochen hat (hat mir Mutti damals sogar auf VHS aufgenommen), huh, um 4 Uhr Nachts kommt auch in so unzivilisierten Gegenden endlich eine Sartre-Doku im Fernsehen (und ich bin hier natürlich der einzige der das zu schätzen weiß), huh, immer diese furchtbaren Gringos überall (und überhaupt, Touristen, was wissen die schon?). Diese Liste könnte man noch ewig fortsetzen, aber in so hoher Konzentration möchte ich das hier Niemandem zumuten. In einer Tour werden profanste Vergleiche zwischen dem Autor (schlau, gebildet, wagemutig) und dem gemeinen Südamerikaner (faul, unwillig, religiös) gezogen und am Schluss, wen wundert's, ist Herr Altmann eine noch viel coolere Sau als vorher. Erschwerend kommt hinzu daß er seine Kritik nicht einmal ehrlich stehen lassen kann, sondern sich zum Schluss - wie bei einem dummen Kind das aber trotzdem irgendwie "total lieb" ist - dann doch noch etwas positives oder sympathisches über die jeweilige Person aus den Fingern saugen muss - wär ja dann auch irgendwie wieder total deutsch wenn man Südamerika nicht doch wenigstens irgendwie gut finden würde. Und der Autor wohnt ja schliesslich wie ich inzwischen gefühlte 380 Mal unterbreitet bekommen habe in PARIS (total mondän!!! überhaupt nicht deutsch!!!). Wie man schon merkt, ich würde dieses Buch absolut niemandem empfehlen. Wer sich für Südamerika interessiert sollte auf keinen Fall dieses Buch lesen und lieber schnell selber hinfahren.
Den zweiten Stern gibt es im Übrigen dafür daß ich mich schon seit langem nicht mehr so wunderbar aufregen konnte wie über dieses Buch, ich habe es (haareraufenderweise) wirklich verschlungen.
5.0 von 5 Sternen
Herzlichen Glückwunsch!,
Herzlichen Glückwunsch, lieber Andreas Altmann, zu diesem Buch!
"Zum Glanz des Reisens gehört die Begegnung mit außergewöhnlichen Männern und Frauen, die Begegnung mit ihrer Geschichte, ihrer Revolte, ihrem Traum von einer anderen Zukunft." (Rowohlt-TB-Ausgabe, S. 235) Das ist die Quintessenz des Reisens, die der Autor hier mit seinem wunderbaren Buch dem Leser vermittelt. Nach einigen mittelmäßigen und bisweilen schlechten Reiseberichten fand ich dieses Buch und habe es gleich 2 x gelesen! Das passiert mir - ob der Fülle an Titeln - sehr selten! Faszinierend, mit welcher Unerschrockenheit der Autor sich in entlegene und vermeintlich gefährliche Barrios begibt, immer auf der Suche nach einem Menschen, der ihm eine (Lebens-)Geschichte erzählt. Und die Menschen erzählen - als ob sie auf Andreas Altmann gewartet hätten. An einige längst vergessene Begebenheiten eigener Reisen erinnert man sich durch die Lektüre wieder, z. B. die Dauerberieselung in den südamerikanischen Überlandbussen oder die talentierten Pillenverkäufer. Ja, genau so hat man es selber erlebt... hätte aber sicher den Verkäufer niemals angesprochen, um mehr über ihn zu erfahren. Andere, unvergessene Reiseerlebnisse werden nochmals intensiviert durch die Beschreibung Altmanns, so z. B. das unbeschreibliche Gefühl, das einen überkommt, wenn man erstmals den Salar de Uyuni erblickt! Oder der bedrückende Besuch untertage bei den Bergarbeitern vom Cerro rico oder die Stadt Puno, die man wirklich sofort wieder verlassen will, so trostlos empfindet sie der Reisende. Oder der tiefe Glaube der Südamerikaner und die katholische Kirche als moralische Instanz. Zwischendurch liefert Altmann kurze historische Fakten, die immer bereichernd, nie langweilig sind, sei es über Che Guevara, Simon Bolivar oder über Butch Cassidy und Sundance Kid. Als nächstes muss ich unbedingt Pablo Neruda, Matilde Urrutia und César Vallejo lesen! Der Autor verleitet dazu. Und dann natürlich weitere Titel von Andreas Altmann!
2.0 von 5 Sternen
Geschmackssache,
Eins vorneweg: Für die Kaufentscheidung empfehle einfach die ersten Seiten zu lesen (zugegebenermaßen ein extrem kluger Einfall) - mir hätte das jedenfalls gereicht, um mich davon zu überzeugen, das Buch nicht zu erwerben. Da es jedoch ein Geschenk war, habe ich es mir trotzdem komplett durchgelesen.
Die (Schreib-)Art des Autors sagte mir aber auch bei fortschreitender Lektüre nicht zu. Es tut mir leid, aber Leute die Betrüger, abzockende Taxifahrer oder eine Präsidentengattin, die sich auf Kosten eines ganzen Landes bereichet, bewundern, erwecken nicht gerade meine Sympathie. Auch finde ich es doch zum Teil recht zweifelhaft, wie Herr Altmann praktisch jeden, der sich nicht für Literatur interessiert, als Trottel darstellt. Dennoch muss ich dem Autor lassen, dass sich das Buch recht flüssig liest und relativ interessant ist. Die Stellen, die von seinem homosexuellen Abenteuer sowie der heimlichen Liebe zu einer Bekannten handeln, werden jedoch meiner Meinung nur dazu genutzt, um Nähe zum Leser zu schaffen, sind für den Reisebericht jedoch überflüssig. Schließlich ist es mir ein Rätsel, wie man das Buch "Reise durch einen einsamen Kontinent" nennen kann, wo der Autor doch von Großstadt zu Großstadt fährt und sich, scheinbar, mit jedem unterhält, der ihm über den Weg läuft. | |





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