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Mein anderer Sohn

Mein anderer Sohn


von Hilde Kuhn
4_0 von 5 Sternen

Produktinformationen

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: fredeboldundfischer
  • Auflage: 1
  • Erscheinungstermin: 01. Oct. 2008

EUR 15,95

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Produktbeschreibung


Kurzbeschreibung
Mein Sohn hat gerade mit einem Tritt dem Türrahmen seines Zimmers einen Riss beigebracht. Er hat sich eingeschlossen, abgeschottet. Von mir und von der ganzen Welt.
Mein Sohn heißt David und ist nicht mein leiblicher Sohn. Dennoch ist er mein Sohn. Mein anderer Sohn. Wir nennen ihn meistens Dave. Er ist einssiebenundachtzig groß, hat blaue Augen und blonde Haare und sieht aus wie ein Engel. Ein Junge von bald siebzehn Jahren. Als er zu uns kam, war er fast sieben Jahre alt. Im Moment besucht er hier in Berlin die Realschule.
Unentwegt tritt er mit den Füßen gegen die Tür und brüllt: Wenn du mir kein Geld gibst, schlage ich hier alles kurz und klein! .
Ich klopfe auf der anderen Seite an die Tür und rufe: Mach auf! . Dann höre ich Glas zerbrechen. Mein Herz rast. Angst. Ich weiß mir einfach nicht mehr zu helfen und schreie: Ich rufe jetzt die Polizei!
Da wird es still in seinem Zimmer.

Mit diesen bewegenden Worten lässt Hilde Kuhn den Leser gleich zu Beginn ihres Buches am dramatischen Schicksal ihrer Familie teilhaben, das sich rund um die Adoption ihres zweiten Sohnes dreht . Eine menschliche Herausforderung für alle Beteiligten. Ein langjähriger Kampf um das Wohl und Weh des Kindes, aber auch der einzelnen Familienmitglieder, die sich ihr Leben mit einem Adoptivkind ganz anders vorgestellt haben.

Die hilfreichsten Amazon Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen Erfahrungsbericht einer Pflegemutter, 25.11.2008
Ein sehr einfach aber eindrücklich geschriebener Erfahrungsbericht. Der Titel ist irreführend, es handelt sich nicht um eine Adoption sondern um eine Inpflegegabe. Der Junge wird nicht adoptiert - im entscheidenden Moment, als es möglich wäre, sind erste Schwierigkeiten beim Kind abzusehen sind und die Familiensituation ist angespannt .

Inhaltlich- gut beschrieben finde ich die JA Mitarbeiter, die
Drogenberater, den Jungen und alle seine Fassetten, die eigene Hilflosigkeit und die Reaktionen der Außenwelt.
Wer soll so ein Buch lesen, junge Pflegeeltern- vielleicht lieber nicht und wenn dann glauben sie es nicht- ältere Pflegeeltern um zu sagen ja so ist es?, am geeignetstens fände ich es für JA mitabeiter um zu sehen wie ihre Reaktionen und Vorschläge auf die Betroffenen wirken.
Im wesentlichen ist das Aufarbeitungsarbeit der sehr liebevollen Pflegemutter.
Pflegeeltern erwarten übrigens kein Wunschkind, sie wissen wenn das Jugendamt sie gut informiert, oder spätestens wenn sie auf andere Pflegeeltern treffen, sehr genau welch in der Regel hochtraumasiert und vorgeschädigtes Kind sie bei sich aufnehmen.